#20: Nach drei Wochen auf dem Wasser wieder fester Boden unter den Füßen

Marina Dalmacija, Sukosan an einem Freitag Abend

Am letzten Tag machen wir noch einen Abstecher zur einer schönen Bucht zum Schwimmen und kreuzen dann eine gute Stunde bei herrlichem Wind und mit vielen anderen Seglern mit dem gleichen Ziel zurück nach Sukosan.

Der Segeltörn in Zahlen:

20 Segeltage, alle sonnig
3 Tage nur mit Motor
353 sm unterwegs, 201 sm gesegelt und unter Motor 152 sm
Höchste Windgeschwindigkeit 25 Knoten
Höchste Reisegeschwindigkeit 8 Knoten
Kürzester Segeltag: 1 Stunde 10 Minuten
Längster Segeltag: 7 Stunden 50 Minuten

Größere Probleme: keine
Kleinere Probleme: Kaputte Scharniere, Feststellbremse am Steuerruder, Winschkurbel ; verlorene Wäscheklammern, Schwimmbrille, Luftballon.

Tagesdistanz: 20 sm
Tagesziel: Marina Dalmacija, Sukosan

#19: Blick im Abendlicht auf Zadar

Heute lichten wir den Anker, umrunden die nördliche Spitze der Insel Ugljan und befinden uns schon in den Gewässern vor Zadar. So sind wir auf der „richtigen“ Seite der beiden Inseln Ugljan und Pasman, so dass wir einen kurzen Tag morgen haben, wenn wir das Boot zurückgeben müssen.

Am Abend essen wir in Preko mit einem tollen Blick: etwa 2 sm über das Meer hinweg liegt Zadar in goldenem Abendlicht.

Herausforderungen des Tages:
1) Tanken neben dem Fährterminal in Preko mit einer steifen Brise von der Seite. Danke der Hilfe des Tankstellenpersonals bekommen wir es gut hin. Ordentlich Gas geben und ein bisschen Bugstrahlruder helfen das letzte Stück.
2) Ein T-Shirt geht spät am Abend beim Wäsche Aufhängen über Bord. Am nächsten Morgen nimmt sich ein Marinero unseres Problems an und sieht es als sportliche Herausforderung das T-Shirt zu angeln. Mit einem Enterhaken an einem Seil klappt es nach einigen Versuchen 🙂
3) In der Marina ist Diesel ausgelaufen und hat sich gleichmäßig im ganzen Hafenbecken verteilt. Wir übernachten mit den Dämpfen in der Nase…

Tagesstrecke: 11 sm
Tagesziel: Marina Preko, Insel Ugljan

#18: Auf Schatzsuche

Nach einer ruhigen Nacht erwartet uns ein etwas holpriger Start: Die Sperre bzw. Feststellbremse am Steuerrad bricht ab – natürlich in zugedrehter Position. Im ersten Moment sind wir etwas schockiert: wir schauen auf einen festgedrehten Metallbolzen ohne jede Möglichkeit zum aufdrehen. Kein Schlitz für einen Schraubenzieher o. ä. Die Kappe war nur mit zwei kleinen Punkten auf diesen Metallbolzen gelötet…

Nun, wir probieren alles Mögliche aus. Ein paar aufgeschraubte Klappen und erfolglose andere Versuche später finden wir die Lösung mit einer einfachen Kneifzange. Zuerst hilt die Kneifzange besser als eine Winschkurbel (ja, wirklich!) den Überwurfring am Steuerrad zu lösen. Eigentlich ist hier extra eine Aufnahme für eine Winschkurbel als Werkzeug, aber der Metallbolzen ist im Weg. Anschließend ist der Metallbolzen weit genug freigelegt, dass mit der Kneifzange schließlich doch eine Drehung gelingt.

Jetzt wo wir das Steuer wieder benutzen können, kann es losgehen. Als erstes fahren wir nur ein kleines Stück aus der Buch raus zum Wrack eines Frachters, der hier 1984 gesunken ist.

Nach einem spannenden Morgen segeln wir weiter und Ankern in einer netten Bucht bei Muline.

Herausfoderungen des Tages:
1) Feststellbremse des Steuerrads abgebrochen (siehe oben)
2) mit dem Dinghi an Land gehen ist heute etwas speziell: wir müssen über scharfe und spitze Steine balancieren, ohne dabei das Dinghi aufzuschlitzen.

Tagesdistanz: 15 sm
Tagesziel: Pavlesina Bucht bei Muline auf Ugljan island

#17: Am Leuchtturm Veli Rat

Heute segeln wir von Veli Iz nach Veli Rat.

Bemerkenswerte Ereignisse unterwegs:
1) Lukas verliert einen gelben Luftballon. Es ist ein Rest von seinem Geburtstag vor ein paar Tagen. Er freut sich sehr, dass er ihn gefunden hat und spielt an Deck mit dem Ballon. Der Ballon fällt ihm ein, zwei Mal aus der Hand und jemand fängt ihn auf. Dann ber geht der Ballon auf einmal über Bord. Lukas ruft „Nein…“ und als er merkt, dass der Ballon nicht wieder zu holen ist, ist er zutiefst traurig. Wir schauen dem Ballon lange gemeinsam hinterher, wie er immer weiter weg immer kleiner wird.
2) Eine Beinahe-Kollision zweier sich entgegen kommender Segelyachten A und C. Das Manöver des letzten Augenblicks von Yacht C verhinderte die Kollision. Merkwürdig war, dass die Situation wenig Interpretationsspielraum zugelassen hat. Es war klar wer kurshaltepflichtig war, Segelyacht A hatte Wind von Backbord und musste daher ausweichen. Spätestens nachdem Segelyacht A an einer ersten Yacht B vorbeigesegelt war war die zweite Begegnung (A nun mit C) nur eine Wiederholung. Dennoch schob sich A so vor C, dass C im letzten Moment doch ausweichen musste.

Abends machen die Kinder und die beiden Papas einen kleinen Abenteuerausflug im Dinghi zum Leuchtturm. Unerwartet bekommen wir dort ein kleines Trompetenkonzert geboten.

Tagesstrecke: 29 sm
Tagesziel: Leuchtturm Veli Rat, Pantera Bucht

#16: Zurück in die Zivilisation

Nach drei Nächsten in Nationalparks und Buchten möchten wir heute Veli Iz erreichen. In dem kleinen Städtchen gibt es eine Marina.

Tagsüber passieren wir mehrere Fischfarmen (mit einem markanten Geruch…!) und wir sehen sogar ein Paar Delphine die langsam an uns vorbeischwimmen.

Wir haben Glück und kommen vor 16 Uhr in der Marina Veli Iz an. Innerhalb der nächsten 30 Minuten ist der kleine Hafen voll.

Tagesdistanz: 22 sm
Tagesziel: Veli Iz Marina

#15: Ein großartiger Sternenhimmel

Heute kreuzen wir durch die Kornaten in den Telašcica-Park.

Es gibt herrlichen gegrillten Fisch, die Kinden haben einen schönen Spielplatz zur Verfügung und außerdem Hühner und Schilkröten zum Beobachten.

Das ganze in einer abgelegenen Bucht. Es beginnt später eine besonders sternenklare Nacht – und so ruhig, dass das folgende Handyfoto möglich wurde (Pixel 6, mit Hilfe des Nachtmodus):

Herausforderung des Tages: Lukas wollte wirklich keinen Mittagsschlaf machen. Obwohl er sehr müde war. Er ist mehrere Male fast eingeschlafen und hat sich dann aber jedes Mal selbst wieder aufgeweckt mit einem lauten „nicht schlafen“. Diese Prozedur haben wir über eine Stunde beobachten können bis Lukas dann endlich doch nicht anders konnte als einschlafen.

Tagesstrecke: 22 sm
Tagesziel: Kruševica Bucht im Telašcica National Park

#14: Ein ruhiger Tag, eine schöne Marina und ein Schock

Heute fast kein Wind, daher ein Motortag von Zirje nach Piškera auf einem nahezu spiegelglatten Mittelmeer.

Nach dem Festmachen in der Marina spielen die Kinder auf dem Steg und auf der Badeplattform. Dann plötzlich der Schockmoment: mit einem lauten Plumps fällt Lukas (2 Jahre) ins Wasser – ohne Schwimmweste!

Nach unseren selbst gesetzten Regeln müssen die Kinder keine Schwimmwesten tragen, wenn das Boot nicht in Bewegung ist. Aber ein Erwachsener muss dediziert auf die Kinder aufpassen. In diesem Moment war Helen „im Dienst“. Was danach passiert ging so schnell, dass ich es nur noch verschwommen erinnere: ich war an Decke, höre das Platschen, höre eine klare information von Helen und springe ins Wasser gleich neben Lukas, und katapultiere Ihn geradezu auf die Badeplattform herauf.

Lukas war kurz verängstigt, aber schnell vor allem erstaunt – er wiederholte die nächsten Stunden und Tage oft, dass das Wasser zu tief war und er nicht stehen konnte.

Nach ein paar Minuten lief er wieder auf dem Steg entlang – den Rest der Urlaubs ist er nicht mehr ins Wasser gefallen.

Gut, dass uns das hier passiert ist, in der wahrscheinlich schönsten und saubersten Marina, wo wenig los war, an einem so ruhigen Tag.

Tagesstrecke: 18 sm
Tagesziel: Marina Piškera in Kornati National Park

#13: Tschüß, Zivilisation! (für ein paar Tage)

Heute morgen verlassen wir Rogoznica nach einem großen Einkauf und steuern die Inseln vor Sibenik bzw. Biograd an, die am weitesten vom Festland entfernt sind. Unsere Wassertanks sind gefüllt und wir erwarten weniger Komfort was Einkaufsmöglichkeiten angeht in den kommenden Tagen.

Nach ein paar Stunden halb unter Segel und halb unter Motor erreichen wir die Insel Zirje. Als erstes wird geschwommen.

Ereignis des Tages: eine kleine Yacht macht an der Boje hinter uns fest. Nach einer Weile beschließt die Crew – zwei Eltern mit einem Teenager Sohn – nochmal abzulegen und eine Boje näher am Ufer und Restaurant aufzusuchen. Allerdings nach etwa 100 m fällt ihnen der Motor aus! Sie driften manövrierunfähig sehr langsam durch die Bucht. Gut, dass es beinahe Windstill ist und kein Seegang herrscht. Ihr Dinghi ist zu klein, um die Yacht in eine Richtung zu bugsieren. Unser Dinghi ist gerade unterwegs… nach Tim’s Rückkehr mit unserem Dinghi einige Minuten später macht er sich nochmal auf den Weg. Mit vereinten Kräften zweier Dinghis (und inzwischen hatte ein weiterer Segler sein Dinghi losgeschickt) macht die Crew das Boot an wiederum einer anderen Boje fest und die Situation ist entschärft.

Tagesstrecke: 13 sm
Tagesziel: Vela Stupica, Zirje island

Herausforderung am nächsten Morgen: wir wollen einen kurzen Landgang machen mit dem Dinghi und schaffen es … bis fast ans Ufer. Dann ist der Tank leer. Die Rettungsaktion von gestern lässt grüßen. Aber wir haben Glück, denn neben uns an einer Muringboje liegt ein Motorboot mit Österreichern, die uns gerne einen Schluck Benzin abgeben. So kommen wir weitgehend ohne Rudern dann nach einem kurzen Spaziergang auch wieder zurück zu unserem Boot.

#12: Kreuzen in den Mistral

In den letzten beiden Wochen sind wir der vorherrschenden Windrichtung entlang der Küste von Zadar bis Vis gefolgt. Auch bis zurück nach Trogir, ans Festland haben uns die Winde ohne weiteres gebracht. Unsere längste Strecke mit einer einzigen Segeleinstellung waren rund 25 sm geradeaus.

Ab heute wollen wir entgegen der vorherrschenden Winde die Küste wieder in Richtung Zadar „hochfahren“. Die Mistral oder maestrale-Winde sind die häufigste Wetterlage im Juli, eines der Wettermuster, die man kennen sollte – und dort auch schnell kennen lernt. From today we were going to head into the prevailing wind direction of mistral or maestral winds.

Für uns haben die Wettermuster Tag für Tag wie aus dem Lehrbuch stattgefunden und so hatten wir verlässlich Nordwestwinde.

Heute also wird zum Start der Motor angeworfen und wir sind erstmal eine Stunde genau in den Wind unterwegs. Außerhalb der Bucht von Trogir können wir uns dann schön, langsam und stetig vorwärts kämpfen. Dieser Tag ist so gesehen eine kleine Zäsur unserer Reise – ab jetzt wird viel mehr gekreuzt.

Am Ende des Tages werden wir mit einem weiteren sehr ruhigen Abend in der Marina Frapa belohnt. Eine etwas große und unpersönliche, künstliche Marina – leider waren am Ortshafen alle Liegeplätze schon reserviert.

Tagestrecke: 20 sm
Tagesziel: Marina Frapa, Rogoznica

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